Die Freiheit nehm ich mir
Juni 23, 2008
Wenn man ein Fan vom Niggemeier ist, treibt es einen täglich auf sein Blog. Was haben die Journalisten, Niggemeier ausgenommen, heute falsch gemacht? Das sagt er einem auf eine so unachahmliche Art, dass man nach der Lektüre meint, man hätte den jeweiligen Skandal selbst aufgeklärt.
Na, gut. Die Aufklärung hat er betrieben. Aber doch in unser aller Namen. Auf jedem Fall gehören wir dank ihm zu den Durchblickern, den Besserwissern, den politisch Korrekten. Wir sind die Guten!
Und das fehlt mir. Die Urlaubsvertretung des Herrn Niggemeier macht mich ratlos. Soll ich lachen oder weinen? Oder soll ich nur die Visa-Werbung anschauen? Wer ist denn dieser dicke junge Mann vor dem Computer? So stelle ich mir den Niggemeier bei der Arbeit vor. Wenn er mal wieder einen Fehler in der Bildzeitung oder anderswo gefunden hat, dann turnt er rum wie der Online-Einkäufer, der Visa nutzt. Findet er nichts, womit er anderen am Zeug flicken kann, zieht er ein Gesicht wie einer, der online ohne Visa einkauft.